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Jetzt bist Du in der LPG, in der LPG ...
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26 Lieder aus der ersten Hälfte der DDR-Zeit (fast alle) sind hier versammelt, darunter auch das oben erwähnte skurril-flotte Werbelied für die damals durchgedrückten Landwirtschaftskollektive.
Andere Gesänge sind von härterem Kaliber: da wird der Mauerbau beschönigt, Genosse Stalin verherrlicht und der anderen Seite der Friedenswille abgesprochen. Ja, "Frieden" ist definitiv einer der Kernwörter, die man zentral besetzen möchte: dafür wird sogar das westdeutsche "Pack die Badehose ein" umgetextet. Bechers Nationalhymne am Anfang und Brechts "Kinderhymne" am Schluss zeigen, wie wohltuend es vielleicht auch gegangen wäre.
Diese CD lässt sich auf vielerlei Art hören: - als Musikdokumentation/ für einen Musikunterricht: warum sind es so häufig Märsche, was zeichnet das "proletarische" Lied aus? - als Textdokument/ für einen Deutsch- oder Geschichtsunterricht: wie wird dreist verdreht, welche Traditionen werden ausgebeutet, ... - als Nostalgie-CD dagegen wohl kaum, dafür sind die ausgewählten Beispiele einfach zu harsch: "Die Partei, die Partei, die hat immer recht, die Partei, die Partei, die Partei. Denn wer kämpft für das Recht, der hat immer recht", so einfach war das leider zu häufig.
Praktisch und hilfreich sind die Begleittexte im Beileger zu jedem Lied. Ich habe mir "Die Partei ..." nach einem Verleihen (und dadurch Verlieren) sogar abermals gekauft und gebe fünf realsozialistische Sterne.
Eine Rezension von Serenus Zeitblom > Köln, Europa
vom 27. Oktober 2009 |