Die Schattenritter: Leidenschaft der Nacht: Roman
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Wenn Liebe und Hass dicht beieinander liegen,...
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(TOP 500 REZENSENT)    Rezension bezieht sich auf: Die Schattenritter: Leidenschaft der Nacht: Roman (Taschenbuch) ... knistert es ordentlich für den Leser. Endlich! Nach schier endloser Warterei war es nun soweit: Der vierte Band der Schattenritter-Reihe von Kathryn Smith mit dem recht eindeutigen Titel "Leidenschaft der Nacht" war verfügbar, sofort gekauft und mal wieder viel zu schnell durchgelesen. Und ich wurde natürlich nicht enttäuscht: Es war nämlich so schön... (schmacht)

Olivia ist ein Vampir. Ihr Ehemann Reign, bekanntermaßen Mitglied der Schattenritter-Connection, hat sie in ihrer Hochzeitsnacht verwandelt; allerdings ohne deren Zustimmung. In ihrer Verzweiflung und Angst flüchtet sie vor ihm und verlebt die folgenden 30 Jahre getrennt allein. Eines Tages erhält sie jedoch einen Brief, in dem steht, dass ihr Neffe James, den sie großgezogen hat, entführt wurde. Die Erpresser haben nur eine Forderung: Sie soll ihnen Reign ausliefern. Und da sie für ihn nur noch Verachtung übrig und kein Problem damit hat, ihn zu verraten, kehrt sie zu ihm zurück und bittet unter falscher Angabe der Tatsachen um Hilfe. Sie geht sogar so weit, seinen Bedingungen gegen Sex Folge zu leisten und zusammen machen sich die beiden auf den Weg nach Schottland. Und obwohl jeder für sich dem anderen nicht um die Ecke traut, sind die alten Gefühle bald wieder da und werden auf verschiedenste Art und Weise ausgelebt.

Im Gegensatz zu den Vorgängern gibt es in diesem Buch eine Neuerung: Das Pärchen hat sich schon gefunden bzw. muss sich erst wieder finden. Dadurch, dass Olivia also schon gewandelt ist, bleibt in diesem Teil der Überraschungseffekt aus, dass es Vampire gibt, wie stark sie sind, wie menschlich sie trotzdem sein können und was für tolle Fähigkeiten sie sonst noch haben. Vielmehr erfährt man nun, wie es ist, wenn die Geliebte eigentlich nicht den Wunsch hegte, zum Bluttrinker zu werden und es dann doch so kommt. Olivia ist völlig unzufrieden mit ihrem Dasein und hat lediglich James noch als Bezugspunkt zu ihrer einstigen, menschlichen Existenz. Warum sie ein Leben des Älterwerdens und Sterbens der Unsterblichkeit vorzieht, wird zwar zu keinem Zeitpunkt richtig klar, aber man merkt ihr zumindest den Frust und den Hass an, dem sie dem Verursacher entgegenbringt. Minuziös werden ihre Gedankengänge dargelegt, der Verrat beschönigt und rechtfertigt und Reign gedanklich/ verbal in Grund und Boden gestampft. Dieser ergänzt sich übrigens perfekt in die bisherige Templer-Runde. Nach Chapel, Bishop und Saint ist Reign nun der charmanteste von allen, immer eine bissige Bemerkung auf den Lippen und um keine Schamlosigkeit verlegen. Auch er ist ziemlich wütend auf seine Frau, hat diese ihm doch Hals über Kopf mit einem Pflock im Herzen verlassen. Olivia steht ihm in Pfiffigkeit und Stichelein jedoch in Nichts nach und so ist die Geschichte mitunter einfach herrlich witzig. Der Schlagabtausch fördert jedoch ebenfalls sehr unschöne Momente zu Tage; gelegentlich geht der eine oder andere Spruch nach hinten los und dann gibt es viele verletzte Gefühle. Und man leidet so schön mit den Protagonisten mit. Und dann erst der Versöhnungssex. Oder der Ich-hasse-dich-Sex! Manchmal reicht ein Blick, dann ist es wieder viel nackte Haut oder einfach nur sich gegenseitig beim Bluttrinken beobachten - alles wird plötzlich zum Anlass für den einen oder anderen Liebesakt genommen. Und es gibt derer im Buch so einige. Da wird übrigens in der ganzen Reihe nicht dran gespart und die Cover kommen der Wahrheit schon sehr nahe. Aber wo ich das in anderen Werken als Zuviel empfinden würde, passt es hier einfach perfekt in die Geschichte.
Leider kommt für mich die Bedrohung ein wenig zu kurz. Der vorliegende Band ist ja schon der Vorletzte der Reihe und ich bin immer noch nicht ganz schlau daraus geworden, was der Silberhandorden nun will. Die Vampire? Den Blutgral? Ein wenig Action im tristen Alltag? Temples Geschichte wird es möglicherweise offenbaren, aber in diesem Teil werden keine größeren Erkenntnisse zu Tage gebracht. Im Mittelpunkt steht also uneingeschränkt das Pärchen - man liebt sich, man hasst sich - und es macht einfach Spaß mit dabei zu sein.

Das Finale war zwar recht unspektakulär und ich persönlich fand die eine oder andere Entscheidung falsch; dennoch ist die Vorfreude auf den Abschluss der Schattenritter ungetrübt und zu hoffen bleibt wie immer, dass der Erscheinungstermin mal wieder (deutlich) nach vorne verlegt wird. Wer an der Serie Gefallen gefunden hat, sollte auch beim neusten Streich der Autorin wieder zügig zugreifen, denn es bleibt spannend. Fans von Black Dagger, Adrian und Konsorten sollten unbedingt mal ein Blick auf meine Lieblingstempler werfen, denn die müssen einen Vergleich mit ihren Artgenossen nicht scheuen. Tolle Charaktere, eine spannende Geschichte und das "gewisse" Etwas an Erotik verbinden sich ideal zu vielen schönen Stunden Lesegenuss pur.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 4. März 2010
Kundenrezensionen:
3. Wenn Liebe und Hass dicht beieinander liegen,... (die aktuell angezeigte Rezension)
2. Reign und Olivia
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