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Solider Gruselfilm - top DVD
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Die Todeskarten des Dr. Schreck (DVD) In den 60er Jahren hatten Horrorfilme in Großbritannien Konjunktur. Meist werden diese Filme mit den Hammer Studios assoziiert, die auch in der Tat einen Großteil des Outputs an Horrorfilmen jener Dekade zu verantworten haben. Doch es gab auch Konkurrenz: Die wesentlich kleinere und bei weitem nicht so produktive Amicus Productions profilierte sich durch eine Reihe von Grusel-Episodenfilmen mit zum Teil von Hammer entliehenem Personal von Regisseuren bis Darstellern. Mit DIE TODESKAMMER DES DR. SCHRECK bringt Koch Media nun den ersten dieser Episodenfilme auf einer qualitativ hervorragenden DVD auf den Markt.

In einem Zugabteil treffen während einer nächtlichen Reise fünf junge Herren und ein kautziger Senior namens Dr.Schreck (wie immer großartig: Peter Cushing) aufeinander. Der alte Mann gibt sich als Doktor der Metaphysik zu erkennen und legt jedem seiner Mitreisenden die Karten und offenbart ihnen eine Zukunft, die vom Unheimlichen überschattet ist ...

5 kleine Gruselfilme in einem - eine tolle Sache. Eine schöne Geisterbahnfahrt auch. Natürlich ist nicht jede Episode überragend, aber die meisten kommen da schon dicht ran. Allesamt sind sie von einer gruslig-schaurigen Atmosphäre getragen. Regisseur Freddie Francis fand hierfür die adäquaten Bilder - vermutlich auch deshalb engagierte David Lynch den Briten als Kameramann für seine Filme DER ELEFANTENMENSCH, DUNE und STRAIGHT STORY. Das Spiel von Peter Cushing und Christopher Lee ist natürlich ebenso hervorragend - beide liefern hier sicherlich Glanzleistungen ihrer Karriere ab. Außerdem ist der junge Donald Sutherland zu sehen: Da war er noch am Anfang seiner Karriere.

Der Film wurde in Deutschland zweimal synchronisiert. Einmal für's Kino in den 60ern und einmal für das Fernsehen Anfang der 90er. Beide versionen zeichnen sich zudem durch unterschiedliche Vor- und Abspänne aus. Glücklicherweise hat Koch mitgedacht und beide Version auf die DVD gebannt: Per Menu oder per Angle/Channel-Taste kann man nun zwischen den beiden historischen Fassungen wählen - ein tolles, filmhistorisch wichtiges Feature. Auch ansonsten brilliert die DVD: Das Bild ist absolut exzellent und gibt keinerlei Grund zur Klage, gleiches gilt für die Tonqualität. Außerdem hat Freddie Francis noch einen Audiokommentar eingesprochen und im Beiheft gibt es wie stets interessante Liner-Notes.

Für nostalgische Gruselfreunde gibt es hier nur eins: Zuschlagen!
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 4. Mai 2004
Kundenrezensionen:
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